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Meine Erfolge.

Olympische Winterspiele

Silber Nagano 1998 Super-G

Weltmeisterschaften

Bronze Åre 2007 Riesenslalom

Gold Val-d’Isère 2009 Super-G

Silber Val-d’Isère 2009 Abfahrt

Silber Garmisch 2011 Abfahrt

Siege Disziplinenwertung

4x Abfahrtsweltcup: 2007, 2008, 2010, 2011

1x Super-G-Weltcup: 2010

1x Riesenslalomweltcup: 2009

Erfolge. Mein Masterpiece - die Streif.

Die Streif? Das sind zwei Minuten Mutprobe auf gut 3,3 Kilometern, ein Sportlerleben Respekt, Angst gar, aber auch pures Adrenalin, Glück, Euphorie und Erleichterung, wenn man heil unten angekommen ist, wenn die Fahrt vorbei ist. x-Mal gefahren, fünfmal die Abfahrt gewonnen, einmal den Super G, nie gestürzt.

 

Das erste Mal? Ich kann mich sehr gut erinnern: Von den ersten fünf Fahrern stürzten vier - drei landeten im Spital. Ich hörte immer wieder den Helikopter fliegen, wusste nicht genau, was passiert war. Ich fragte mich, was ich da oben verloren hatte, wenn Weltklassefahrer stürzten. Und in meinem Kopf lief ein Film ab: Ich sah nur noch Stürze an allen möglichen Stellen. Ja, vor meinem ersten Trainingslauf drehte ich fast durch. Also hoffte ich, dass die Piste lieb zu mir ist, und startete. Ich kam auch ins Ziel – allerdings mit fast acht Sekunden Rückstand: Trotzdem fühlte ich mich wie ein Sieger. Beim Rennen war ich bloss vier, fünf Kilometer pro Stunde schneller unterwegs als im Training. Auf der Streif fühlte es sich an, als würde ich fliegen.

 

Die Herausforderung? Die Streif bietet kaum Spielraum zwischen richtig und falsch, zwischen einer gesunden Ankunft im Ziel und einem Abflug ins Spital. Extrem sind die ersten 35 und die letzten 35 Fahrsekunden. Nirgends sonst kommt man so an seine Grenzen. Da genügt ein Bruchteil eines Moments der Unachtsamkeit – und schon wirft dich die Strecke ab.

 

Mit fünf Abfahrts-Siegen – 1998, 2008, 2010, 2011, 2012 – bin ich auf dieser Strecke Rekordhalter.

Didier Cuche 2011
Kitzbühel 2011 Siegesfahrt

Geschichte. Meine Momente.

  • 1998 Kitzbühel/AUT, Abfahrt – Erster Weltcupsieg, und dies auf der Streif. Bestätigung dieser Leistung, indem ich am nächsten Tag auf der Originalstrecke hinter einem gewissen Christian Ghedina den 2. Platz erreichte.
     

  • 1998 Silbermedaille beim Super-G der Olympischen Winterspiele von Nagano – Eine olympische Medaille, nachdem ich die Medaille in der Abfahrt nur knapp verpasst hatte. Diese Medaille wurde mit einem jugendlichen Elan gewonnen. Ohne wirklich zu wissen, wie...
     

  • 2002 Adelboden/CH, Riesenslalom – Erster Sieg in meiner Weltcup-Riesenslalom-Karriere und das "zu Hause" vor einem unglaublichen Publikum. Ausserdem gewinne ich mit diesem berühmten "Flow-Gefühl" um mehr als eine Sekunde. 
     

  • 2002 Olympische Winterspiele in Salt Lake City – Als Favorit bei diesen Spielen angekommen, verhinderte ein Ausritt von der Strecke nur wenige Tore vor dem Ziel des Super-G und mit der besten Zwischenzeit, das olympische Gold zu holen.
     

  • 2006 Olympische Winterspiele in Turin – Eine chaotische und mühsame Rückkehr von einer Verletzung im Hintergrund der Vorbereitung auf diese Spiele. Der Tiefpunkt meiner Karriere ist erreicht. Nicht für die Abfahrt qualifiziert, ein misslungener Super-G und ein Kampf um den Ehrenplatz im Riesenslalom.
     

  • 2007 Bronzemedaille im Riesenslalom bei den Weltmeisterschaften in Are/SWE –  Nachdem ich in der Abfahrt zwei Medaillen um insgesamt nur 6 Hundertstel verpasst habe, finde ich mich im Riesenslalom mit einer unerwarteten Bronzemedaille um den Hals wieder.
     

  • 2009 Goldmedaille beim Super-G der Weltmeisterschaften in Val'd'Isère/FRA – Als ich am Vortag des Rennens in Val'd'Isère ankam, hatte ich bereits ein Lächeln im Gesicht. Nachts und unter den Scheinwerfern war die Rennstrecke mit Blick auf das Dorf eisig wie eh und je. Sie strahlte in ihrer Gänze. Nachdem ich ein Paar Skischuhe vorbereitet hatte, die speziell für diese eisige Art Schnee und das supersteile Gelände entwickelt worden waren, analysierte ich die Piste während des freien Fahrens und machte mich mit ihr vertraut. Am nächsten Tag verliess ich den Zielbereich mit 98 Hundertstel Vorsprung und einer Goldmedaille um meinen Hals. Das Gefühl, meine Pflicht getan zu haben, und die Zufriedenheit, die damit einherging, liessen mich wie ein "Baby" schlafen...
     

  • 2010 Olympische Winterspiele in Vancouver – Nachdem ich die Trainings dominiert hatte, fuhr ich "Kopf-an-Kopf" bis zur letzten Zwischenzeit ein Rennen mit dem zukünftigen Olympiasieger. Im Ziel fehlen mir nur 36 Hundertstel auf die Goldmedaille, und ich beende das Rennen sehr enttäuscht auf dem sechsten Platz.
     

  • 2011 Kitzbühel/AUT, Abfahrt – Das perfekte Rennen auf der Streif. Dieser vierte Abfahrtssieg wird für mich immer der Erfolgreichste bleiben. Eine Sekunde Vorsprung auf der Stoppuhr gab dem Ganzen noch etwas zusätzliche Würze. Wieder einmal hatte ich dieses Gefühl, eins mit den Elementen zu sein und mich im berühmten "Flow" zu befinden. Dieses Gefühl und die Emotionen, die mit diesem Erfolg einhergingen, sind heute noch in meiner Erinnerung so gegenwärtig, als wäre es gestern gewesen.
     

  • 2011 Weltcup-Finale der Abfahrt in Lenzerheide/SUI – Zu Beginn des letzten Laufs der Saison lag ich 14 Punkte hinter meinem Rivalen Michael Walchhofer. Der Zufall der Auslosung am Vortag liess uns nacheinander und als Letzte starten. Kurz bevor ich an die Reihe kam, deutete ich die Standing Ovations des Publikums als ein Zeichen für eine schlechte Leistung von "Michi". Zu Unrecht, denn diese Ovation sollte ihn zu seiner grossartigen Karriere beglückwünschen. Michael Walchhofer zog sich zurück und verliess den weissen Zirkus. 

    Wir bieten uns ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das eines grossartigen Trillers würdig wäre. Um die Gesamtwertung zu gewinnen, musste ich im Rennen mindestens den 5. Platz erreichen. Dieser vierte Rang erlaubte es mir, nach 2007, 2008 und 2010 eine vierte Kristallkugel in der Abfahrt mit nach Hause zu nehmen.

     

  • 2012 Kitzbühel/AUT, Abfahrt – 3 Tage nach der Bekanntgabe meines Rücktritts zum Saisonende hole ich den 5. Sieg, der gleichbedeutend ist mit dem Rekord auf der legendären Streif und "entthrone" damit den berühmten Franz Klammer von seinem Titel.

Geschichte. Mein Markenzeichen.

Am Chuenisbärgli habe ich nicht nur meinen ersten Riesenslalom gewonnen, am Chuenisbärgli wurde am 5. Januar 2002 auch der Skiflip geboren. Eigentlich wollte ich - vor lauter Freude über den Sieg - nur den Ski aus der Bindung wegkicken. Anstatt flott auf dem Boden zu landen, flog dieser in einem Salto durch die Luft und direkt in meine Hand. Das war er dann: mein Skiflip.

Geschichte. Meine Manie.

Mein Perfektionismus war ein Baustein meines Erfolgs. Perfektionismus hat für mich mit Zuverlässigkeit zu tun. Meine Trainer, meine beiden Servicemänner, die waren auch so, haben ähnlich funktioniert. Ohne Kompromisse. 100% oder gar nicht. Schwarz oder weiss. Das kann Drittpersonen auch nerven. Meine Ecken sind mittlerweile etwas runder geworden. Ich spüre heute eher, wenn es zu viel wird für meine Umwelt. Und ich habe gemerkt, dass es auch Grautöne gibt.